Änderungs-/Ergänzungs-Antrag
Antrags-Nr.: DSV/ 2995/13
Datum:06/13/2013
Einreicher:CDU-Fraktion
Beschlussfassung in:öffentlicher Sitzung
Status:

Beschlussantrag

Betrifft:

Planung der Ausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2013/2014

Änderungsvorschlag

Die Stadtverwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit die Bedingungen zur Einstellung von
Auszubildenden in der Stadtverwaltung und in den städtischen Eigenbetrieben wie folgt geändert
werden können:
In jedem Ausbildungsjahr werden mindestens 10 % HauptschülerInnen und 50 % RealschülerInnen
eingestellt.
Mindestens 2 % der Ausbildungsplätze eines Ausbildungsjahres werden durch AbgängerInnen der
Schulen zur Lernförderung belegt.
Das Ergebnis der Prüfung wird dem Stadtrat mit einem konkreten Umsetzungsvorschlag rechtzeitig vor
dem Beginn der Bewerbungsverfahren für das Ausbildungsjahr 2014/ 2015 vorgelegt.

Beschlussvorschlag/Begründung des Änderungs-/Ergänzungs-Antrages

SchülerInnen mit Hauptschulabschluss und insbesondere FörderschülerInnen sind bei der Suche nach
Ausbildungsplätzen in der Regel benachteiligt. Für diese Jugendlichen stellen sich die Übergänge ins
Erwerbsleben besonders problematisch dar, da fälschlicherweise die Ausbildungsreife in hohem Maße
an die Art des Schulabschlusses gebunden ist. Laut Bildungsreport 2012 konnten insbesondere
HauptschülerInnen in Leipzig nicht von der Entspannung des Ausbildungsstellenmarktes profitieren.
Auch die Stadt Leipzig folgt bei der Ausbildung in der Stadtverwaltung dem Prinzip der „Auslese der
Besten“. Dabei wäre es wichtig, neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch soziale Aspekte
einzubeziehen, um der formulierten Verpflichtung der Stadt Leipzig als „gesunde, sozialorientierte und
familienfreundliche Stadt“ gerecht zu werden.
Wir denken, dass eine Stadtverwaltung beispielhaft vorangehen sollte und durch eine freiwillige
Selbstverpflichtung Jugendlichen mit qualitativ verschiedenen Abschlüssen die Möglichkeit einer
Ausbildung bieten sollte wie es z. B. auch die LAB Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe GmbH
als „Ausbildungs-Tochter“ des kommunale Verkehrsunternehmen LVB GmbH tut. Dazu müssen auch
Rahmenbedingungen wie sonderpädagogische Förderung gewährleistet werden.


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