Vorlage
Vorlage-Nr.: DS IV / 1229/  
Datum:12/14/2005
Einreicher:Dezernat Stadtentwicklung und Bau
Beschlussfassung in:öffentlicher Sitzung

Beschlussvorlage an die Gremien der Stadt Leipzig

Betrifft:

Planwerk Stadtraum Leipzig 2015+
Beratungsfolge:04.10.2005 Dienstberatung
02.11.2005 Dienstberatung
22.11.2005 Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau
29.11.2005 Fachausschuss Umwelt und Ordnung
06.12.2005 Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau
13.12.2005 Fachausschuss Umwelt und Ordnung
14.12.2005 Ratsversammlung
18.01.2006 Ratsversammlung


Beschlussvorschlag

1. Das Planwerk „Stadtraum Leipzig 2015+“ mit seiner Darstellung von Potentialen und Konzepten in den Feldern Siedlungsentwicklung, Grün- und Freizeitentwicklung, Verkehr und öffentlicher Raum wird zur Kenntnis genommen.
2. Die Integration der neuen Projekte in die Leipziger Stadtstruktur und die Ausschöpfung der Potentiale sind dauerhafte Aufgaben der Leipziger Stadtentwicklung, mit dem besonderen Ziel, die Urbanität der Stadtquartiere zu stärken und das Erbe der Vorfahren zu bewahren.

3. Das Stadtzentrum ist als zentraler Identifikationsort von Stadt und Region weiter zu stärken und insbesondere hinsichtlich seiner überregionalen Attraktivität als Handels-, Kultur-, Wirtschafts und Wissenschaftsstandort zu entwickeln.

4. Die Innere Stadt bildet den urbanen Kern Leipzigs mit hochwertiger gründerzeitlicher Bausubstanz. Dieses Erbe der Vorfahren stellt ein unverwechselbares Leipziger Markenzeichen dar und muss vor Substanzverlusten bewahrt werden. Stadterneuerung und Sanierung ist hier die zentrale Aufgabe, der Abbruch von Gebäuden ist nur in gut begründeten Einzelfällen vertretbar.

5. Schwerpunkte der Stadterneuerung und des Stadtumbaus sind der Leipziger Osten und Westen sowie die Großsiedlungen. Dabei ist der wohnungswirtschaftlich notwendige Rückbau bei Stärkung der urbanen Kerne jeweils von außen nach innen vorzunehmen.

6. Die Freiraumentwicklung hat neben Vernetzungsaufgaben (blaue und grüne Bänder) vor allem im Nordraum (neue arbeitsweltgeprägte Landschaften) und im Südraum (Seenlandschaft) ihre Schwerpunkte. Im städtischen Transformationsprozess sollen neue – vor allem temporäre – Freiräume die urbane Qualität der Quartiere stärken.

7. Die öffentlichen Räume sind der Kernbereich städtischer Verantwortung. Ihre Raumqualität und Funktionalität schafft wichtige Voraussetzungen für Investitionen auf den privaten Baugrund-stücken. Gestaltungsqualität, Identifikation, Urbanität und Offenheit für alle sollen die den öffentlichen Raum prägende Planungsprinzipien sein.


Nr. des Beschlusses

RBIV-515/06

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Die Anlage steht digital nicht zur Verfügung.


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