Haushalt-Antrag
Antrags-Nr.: A 0152 21/22
Beschluss-Nr.:
Datum:31.03.2021
Einreicher:SPD-Fraktion
Beschlussfassung in:öffentlicher Sitzung
Block für RV:erledigt

Votum erw. FA Finanzen:

06.03.2021 erledigt -
.


Beschlussantrag

Betrifft:

Demenzberatung - Gesund im Alter
Beratungsfolge:31.03.2021 Ratsversammlung (Beschlussfassung Haushalt)
06.03.2021 erweiterter Fachausschuss Finanzen
02.03.2021 FA Allgemeine Verwaltung
15.02.2021 FA Soziales und Gesundheit


Beschlussvorschlag/Begründung

Die Stadt Leipzig erhöht das Stellenkontingent des Sozialamtes zur Demenzberatung auf 1 ½ VzÄ, hierzu wird die bisher ½ VzÄ zur
Demenzberatung in eine volle VzÄ umgewandelt, zusätzlich wird eine ½ VzÄ für Präventionsbesuche geschaffen. Beide Stellen sind im Sozialamt
angesiedelt und arbeiten eng mit dem Beirat für Senioren sowie dem Psychiatriebeirat (im Sinne des Gerontopsychiatrischen Krankheitsbildes)
eng zusammen. Damit die Stellen entsprechendes Beratungsmaterial zur Verfügung stellen können werden sie neben den Personalkosten mit
10.000 EUR Sachkosten ausgestattet.


Die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland wird, neuen Schätzungen zufolge, bis 2050 erheblich steigen. Während derzeit knapp

1,6 Millionen Menschen in der Bundesrepublik mit einer Demenzerkrankung leben (1,9 Prozent der Bevölkerung), gehen die Experten von
Alzheimer Europe von einem Anstieg auf 2,7 Millionen im Jahr 2050 aus (3,4 Prozent). Speziell für Deutschland sei der steigende Anteil von
Menschen über 65 Jahren an der Bevölkerung hierfür ein Schlüsselfaktor, dabei insbesondere der Anteil von Menschen, die über 85 Jahre
alt sind: Bis 2050 werden dies den Schätzungen zufolge mehr als doppelt so viele sein wie derzeit. Die damit verbundenen Herausforderungen
gelten nicht nur für das Gesundheitssystem, sondern auch für die Stadtentwicklung und ihrer soziale Fürsorgepflicht gegenüber der
Bürgerinnen und Bürger. Auch benötigen Demenzerkrankte besondere Zuwendung und, damit verbunden, einen erhöhten Arbeitsbedarf.
Je eher Demenzerkrankungen festgestellt werden und die betroffene Person sowie ihr Umfeld sich darauf einstellen können, desto besser
kann mit der Erkrankung ein adäquater Umgang erreicht werden. Ziel der Präventionsbesuche vor Ort ist es, erste Anzeichen mit den
Betroffenen und, sofern möglich, dem Umfeld zu besprechen, um so erste Wege zur weiteren Beratung und ggf. Versorgung sicherzustellen.
Als SPD-Fraktion greifen wir bewusst die Bitte des Seniorenbeirates auf und unterstützen dieses Anliegen.

Kostenkalkulation (1 VZÄ, Entgeltgruppe 13, Stufe 3): 70.000 EUR
Sachmittel: 5.000 EUR p.a.