Antrag
Antrags-Nr.: V/A 354/12
Beschluss-Nr.:RBV-1555/13
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Datum:11/16/2012
Einreicher:CDU-Fraktion
Beschlussfassung in:öffentlicher Sitzung
Aktueller Antrags-Status:
2. Lesung mit Beschlußfassung

Beschlussantrag

Betrifft:

Weiterentwicklung des Entwicklungskonzeptes Leipzig-Nord
Beratungsfolge:22.11.2012 Ratsversammlung
12.12.2012 Ratsversammlung
18.12.2012 Fachausschuss Umwelt und Ordnung
08.01.2013 Fachausschuss Wirtschaft und Arbeit
08.01.2013 Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau
15.01.2013 Fachausschuss Umwelt und Ordnung
15.01.2013 Ortschaftsrat Wiederitzsch
15.01.2013 Ortschaftsrat Seehausen
22.01.2013 Ortschaftsrat Plaußig
19.02.2013 Fachausschuss Wirtschaft und Arbeit
12.02.2013 Fachausschuss Umwelt und Ordnung
05.02.2013 Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau
05.02.2013 Ortschaftsrat Lindenthal
07.03.2013 Stadtbezirksbeirat Leipzig-Nord
06.03.2013 Stadtbezirksbeirat Leipzig-Nordost
11.02.2013 Ortschaftsrat Lützschena-Stahmeln
07.02.2013 Stadtbezirksbeirat Leipzig-Nordwest
20.03.2013 Ratsversammlung


Beschlussvorschlag/Begründung

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, das Entwicklungskonzept Leipzig-Nord (RB III-1123/02 vom 18.09.2002) weiterzuentwickeln.
Ziele sind
1. die Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Erfordernisse der Gewerbeansiedlung;
2. in gleicher Wertigkeit die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in den von Gewerbeansiedlungen tangierten Ortsteilen des Einzugsgebietes;
3. die Ausdehnung des Konzeptgebietes bis zur Parthenaue;
4. die Sicherung landwirtschaftlicher Nutzflächen.

Begründung
Der Leipziger Nordraum entlang der A 14 ist seit 20 Jahren Ansiedlungsschwerpunkt und damit Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in Stadt und Region Leipzig. Die Ansiedlungsdynamik ist ungebrochen, wie z.B. die Erweiterung des Porschewerkes zeigt. Der Nordraum übernimmt so einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Stadtentwicklung.
Gleichzeitig hat diese Entwicklungsdynamik Auswirkungen auf die Wohn- und Lebensqualität in den angrenzenden Ortslagen, etwa in Bezug auf Lärm, Kappung traditioneller
Wegeverbindungen und großflächige Versiegelung.

Im Jahr 2002 wurde angesichts der Ansiedlungsentwicklung das Entwicklungskonzept Leipzig-Nord erarbeitet und vom Rat zur Kenntnis genommen. Das Konzept ging in spätere
Grundsatzbeschlüsse wie Planwerk Stadtraum und SEKo ein. Schwerpunkte des Konzeptes sind u.a. die Grundsatzentscheidung für die „Stadtsequenz“, d.h. die Abfolge großer Gewerbeflächenmodule und Freiräumen, die Ausweisung von Schwerpunktflächen für weitere Gewerbeansiedlungen und eine Grundsatzstrategie zum ökologischen Ausgleich.

Letztere sieht vor, den Ausgleich nicht vollständig in den Baugebieten vorzunehmen, sondern stattdessen auch in der Stadtsequenz Breitenfelder Flur sowie auch außerhalb des Nordraumes in der inneren Stadt. Ein Manko ist dabei die Orientierung auf Waldinseln mitten auf bewirtschafteten Ackerflächen, durch die hochwertige Landwirtschaftliche Nutzfläche verloren gehen würde.

Geringes Gewicht hat in dem Gesamtkonzept auch die Wohn- und Lebensqualität in den von Ansiedlungen tangierten Wohngebieten. Grundsätzlich verlief die Ansiedlungsentwicklung in dem vom Konzept definierten Rahmen. Nach 10 Jahren ist es gleichwohl angemessen und erforderlich, die erreichten Ergebnisse zu bewerten und eine Verfeinerung und Qualifizierung des Entwicklungskonzeptes in Gang zu setzen.

Deren Schwerpunkte sollten die bisher weniger beachteten Handlungsfelder und offensichtliche Probleme sein.
Dazu gehören u.a.
-Ausgleichsmaßnahmen im gesamten Konzeptgebiet, nicht nur auf der Breitenfelder Flur;
-bei diesen Ausgleichsmaßnahmen Verzicht auf Waldinseln und andere unnötige Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzfläche, stattdessen Feldrainbegrünung u.ä. als
Erosionsschutz
-Ausgleichsmaßnahmen nur in begründeten Einzelfällen außerhalb des Nordraumes
-Ausgleich insbesondere auch in Form von Waldstreifen am Rand von Ortslagen/Wohngebieten mit der Hauptfunktion des Lärmschutzes
-Nutzung von Aufforstungspotenzialen auch für Urbane Energiewälder gemäß Prüfauftrag RB IV-1717/09
-Verbesserung der Wegebeziehungen zwischen den Ortsteilen im Nordraum durch Neubau und Sanierung von Geh/Radwegen

Im Rahmen dieser Weiterentwicklung sollte der Einzugsbereich des Konzeptes explizit bis zur Parthenaue im Bereich Thekla/Plaußig erweitert werden.


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